Ernst HAPPEL
Nationalität: Österreich
geboren am 29.11. 1925
gestorben am 14. 11. 1992
Position: Verteidiger
6 x Meister (1945/46, 1947/48, 1950/51, 1951/52, 1953/54, 1956/57)
Cupsieger 1945/46 / Zentropa-Cup-Sieger 1951
"Team der Saison" 1948, 1949, 1950, 1951 (Sportschau)
von 1943-1954 und 1956-1959 bei Rapid
  Meisterschaft Cup Europacup
Saison Spiele Tore Erfolg Spiele Tore Erfolg Spiele Tore Erfolg
1942/43 3   6. Platz            
1943/44 11   7. Platz            
1945/46 6   Meister 3   Cupsieger      
1946/47 16   2. Platz 2   Viertelfinale      
1947/48 15   Meister 3   Viertelfinale      
1948/49 13 1 2. Platz 3   Achtelfinale      
1949/50 21   2. Platz            
1950/51 24 1 Meister            
1951/52 21 1 Meister            
1952/53 24 2 3. Platz            
1953/54 21 3 Meister            
1954/55 2   3. Platz            
1956/57 18 3 Meister       3 3 Achtelfinale
1957/58 26 7 2. Platz       2 1 1. Runde
1958/59 19 7 2. Platz 1 1 Finale      
Gesamt 240 25   12 1   5 4  
Sektionsleiter bei Rapid 1959-1962 (Meister 1960; Cupsieger 1961)
1999 ins Rapid-Team des Jahrhunderts gewählt
andere Vereine
Racing Club Paris (1954-1956)
51 Länderspiele für Österreich (1947-1958) - 5 Tore, WM-Dritter 1954; WM-Teilnehmer 1958
Trainer bei ADO Den Haag (1962-1968: Niederländischer Cupsieger 1968), Feyenoord Rotterdam (1968-1973: Meister 1969, 1971; Cupsieger 1969; Europacup- und Weltcup-Sieger 1970), FC Sevilla (1973), FC Brügge (1974-1978: Belgischer Meister 1976, 1977, 1978; Cupsieger 1977; Europacup-Finale 1976, 1978), Nationalteam Niederlande (Vize-Weltmeister 1978), KRC Harelbeke (1978/79), Standard Lüttich (1979-1981: Cupsieger 1981), Hamburger SV (1981-1987: Deutscher Meister 1982, 1983; Pokalsieger 1987; Europacup-Sieger 1983; UEFA-Cup-Finale 1982), FC Tirol (1987-1991: Österreichischer Meister 1989, 1990; Cupsieger 1989), Nationalteam Österreich (1991-1992)
Ernst Happel begann seine große Karriere bei Rapid und kam schon vor dem Krieg als 17-Jähriger zu seinen ersten Einsätzen in der Kampfmannschaft. Gemeinsam mit Max Merkel bildete er ein Abwehr-Gespann, das großen Anteil an den Erfolgen Rapids in den frühen 50er-Jahren hatte. Von 1943-1958 wurde "Aschyl" mit Rapid 6 Mal Meister und 1 Mal Cupsieger. 1954 ging er nach Frankreich und spielte bei Racing Club Paris und kehrte 1956 wieder nach Hütteldorf zurück. 51 Mal spielte er im österreichischen Nationalteam, wurde 1954 mit Österreich WM-Dritter.

Nach seiner Spielerlaufbahn arbeitete er erst als Sektionsleiter bei Rapid, errang 1960 den Meistertitel und ging anschließend ins Ausland, wo er einer der weltweit erfolgreichsten Trainer wurde. Er begann bei ADO Den Haag, wechselte nach dem Gewinn des niederländischen Cups 1968 zu Feyenoord Rotterdam, mit denen er sowohl Meister und Cupsieger als auch Europacup- und Weltcupsieger wurde. Nach einem Gastspiel in Spanien beim FC Sevilla ging Happel nach Belgien zum FC Brügge, wurde dort drei Mal Meister und drang mit dem Außenseiter zwei Mal bis ins Europacup-Finale vor. 1978 führte er das niederländische Nationalteam bis ins WM-Finale, scheiterte dort erst in der Verlängerung an Gastgeber Argentinien.

Nach zwei weiteren Jahren in Belgien bei Standard Lüttich holte ihn der Hamburger SV in die deutsche Bundesliga. In sechs Jahren führte er die Hamburger zwei Mal zum deutschen Meistertitel, gewann 1983 den Europacup der Meister und verabschiedete sich 1987 mit dem Gewinn des DFB-Pokals. Von dort wechselte Ernst Happel zurück nach Österreich und führte den FC Tirol 1989 und 1990 zum österreichischen Meistertitel und wurde 1991 - bereits von seiner Krankheit gezeichnet - noch Trainer des österreichischen Nationalteams. Sein Ziel, eine Mannschaft für die Fußball-WM 1994 aufzubauen, konnte er nicht mehr verwirklichen. Am 14. November 1992 starb Ernst Happel in Innsbruck an Krebs.