Max MERKEL
Nationalität: Österreich
geboren am 7. 12. 1918
gestorben am 28. 11. 2006
Position: Verteidiger
4 x Österreichischer Meister (1947/48, 1950/51, 1951/52, 1953/54)
Zentropa-Cup-Sieger 1951
"Team des Jahres" 1950/51 (Sportschau)
 
1937 und von 1946-1954 bei Rapid
  Meisterschaft Cup Zentropacup
Saison Spiele Tore Erfolg Spiele Tore Erfolg Spiele Tore Erfolg
1936/37 1   5. Platz            
1946/47 11 1 2. Platz 2 1 Viertelfinale      
1947/48 9 1 Meister            
1948/49 16 1 2. Platz 3 1 Achtelfinale      
1949/50 24 1 2. Platz            
1950/51 24 1 Meister       2   Sieger
1951/52 24 2 Meister            
1952/53 25   3. Platz            
1953/54 12   Meister            
Gesamt 146 7   5 2   2    
 
andere Vereine
Sportclub (1937-1942; 1945/46), Markersdorf (1942-1945)
Später Trainer: ADO Den Haag, Nationalteam Niederlande (1955-56), Rapid (1956/57: Meister), Borussia Dortmund (1958-61), TSV 1860 München (1961-1966; 1974/75; Deutscher Pokalsieger 1964, EC-Finale 1965, Meister 1966), 1. FC Nürnberg (1967-1969; Deutscher Meister 1968), FC Sevilla (1969-1971), Atletico Madrid (Spanischer Meister 1973, Pokalsieger 1972), Schalke 04 (1975/76), FC Augsburg (1976/77), ÖFB-Sportdirektor (1977/78), Karlsruher SC (1981/82), FC Zürich (1983)
 
1 Länderspiel für Österreich (1952); 1 Länderspiel für Deutschland (1939)
 
Max Merkel begann in den 30er-Jahren beim Rapid-Nachwuchs und bestritt bereits 1937 bei der 0:3-Niederlage gegen Wacker sein erstes Spiel in der Kampfmannschaft. Danach kam er aber nicht mehr zum Einsatz und wechselte zum Wiener Sportclub. Nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland wurde Merkel 1939 in die deutsche Nationalmannschaft zum Spiel gegen die Slowakei (0:2) einberufen. Nach dem Krieg kehrte Merkel schließlich zu Rapid zurück und bildete von 1946-1954 mit Ernst Happel die Rapid-Abwehr. In dieser Zeit wurde er mit den Grün-Weißen vier Mal Meister und 1952 auch ins österreichische Nationalteam einberufen.

Noch erfolgreicher als in seiner Spielerkarriere war Merkel als Trainer. Nach seinen ersten Trainerjahren in Holland wurde er 1957 mit Rapid Meister und feierte anschließend Triumphe in Deutschland. Er holte 1964 mit 1860 München den deutschen Pokal, drang im Jahr darauf mit den "Löwen" bis ins Europacupfinale vor und holte 1966 die deutsche Meisterschaft. 1967 übernahm er den krisengeschüttelten 1. FC Nürnberg und führt auch den "Club" zur deutschen Meisterschaft. Danach kam Unruhe in den Verein, Merkel ging und Nürnberg stieg als regierender Meister ab.

Merkel verließ Deutschland in Richtung Spanien, wo er auch bei Sevilla und Atletico Madrid, die er zu Meistertitel und Cupsieg führte, große Erfolge feierte. Mitte der 70er-Jahre kehrte er wieder nach Deutschland zurück und war vor der WM 1978 auch kurz für den ÖFB tätig, machte sich allerdings mit seiner oft rauen Art nicht nur Freunde. In den 80er-Jahren war er in Deutschland als Kolumnist für die "Bild"-Zeitung tätig, seine scharfzüngigen Kommentare waren gefürchtet. Am 28. November 2006 starb Max Merkel in Putzbrunn bei München.